Gisa Steguweit
Historikerin aus Gotha – Frauenbiografien und Kulturgeschichte
Gisa Steguweit wurde am 7. Oktober 1944 in Wulfen (Anhalt) geboren. Nach dem Abitur in Köthen studierte sie am Pädagogischen Institut Dresden Geschichte, Russisch und Pädagogik und arbeitete anschließend als Lehrerin, Fachberaterin und Fachschullehrerin in Gotha.
1988 zog sie nach Berlin und war dort in kulturellen Einrichtungen tätig. Anfang der 1990er Jahre lebte sie anderthalb Jahre in Moskau, wo sie für den Verein für das Deutschtum im Ausland (VDA) in der damaligen GUS arbeitete; die Umbrüche dieser Zeit verarbeitete sie später in dem autobiografischen Buch „Unter Linden und Birken“. Bis 1997 organisierte sie für den VDA den Jugendaustausch zwischen deutschen und postsowjetischen Schulen, von 1997 bis 2004 war sie freie Mitarbeiterin des Goethe-Instituts in München.
Seit 2009 lebt Steguweit wieder in Gotha. Ihre Bücher und Vorträge gelten historischen Persönlichkeiten des 18. bis 20. Jahrhunderts, vor allem Frauen mit Bezug zu Gotha und zum Hof von Sachsen-Gotha-Altenburg, sowie den kulturellen Verbindungen des Gothaer Hofes nach Italien. Im THK Verlag erschienen „Im dunklen Dasein gibt es helle Stunden“ über die Dichterin Karolina Pavlova (2020), „Vom Mönchgut zum Musenhof“ über das Schlösschen Siebleben (2020), „Sehnsucht nach Arkadien“ über Friederike Brun (2021), „Künstler als Pazifisten zwischen den Weltkriegen“ über Eduard Sõrmus und Heinrich Vogeler (2024) und „Frauen für den Frieden“ über die Coburger Pazifistin Anna B. Eckstein (2025). 2020 würdigte die Stadt Gotha ihre Vortragstätigkeit mit der Hannah-Höch-Ehrung.
Geboren 1944 in Wulfen (Anhalt). Lebt in Gotha.