Hans-Joachim Ursinus

Handball-Legende aus Eisenach

Hans-Joachim Ursinus wurde am 21. Januar 1945 in Meißen geboren und kam in Leipzig zum Handball. Von 1963 bis 1974 spielte er für den SC DHfK Leipzig, mit dem er 1966 den Europapokal der Landesmeister gewann. Der diplomierte Sportlehrer mit Trainer-A-Lizenz war anschließend Hochschullehrer und wurde Cheftrainer der BSG Motor Eisenach, dem späteren ThSV Eisenach – ein Wechsel, der ihm in der DDR zunächst ein Spielverbot einbrachte. In 18 Jahren formte er den Eisenacher Handball so nachhaltig, dass ein Thüringer Sportjournalist später schrieb: Motor Eisenach war Achim Ursinus.

Nach der Wende trainierte er den VfL Günzburg, die MT Melsungen, die SG Werratal 92 und weitere Vereine, war bis 2009 als Trainer aktiv, danach als Handball-Manager und Geschäftsführer einer Spielervermittlung sowie 2016/17 sportlicher Leiter des Sonneberger HV. Er ist Ehrenmitglied des ThSV Eisenach und wurde in die „Hall of Fame“ der Werner-Aßmann-Halle aufgenommen. Gemeinsam mit Co-Autor Matthias Klaß legte er 2026 mit „Verschlossene Tore – Mein Handball-Leben in Ost und West“ (464 Seiten) seine Lebensbilanz vor – kein klassisches Erfolgsbuch, sondern eine Auseinandersetzung mit Führung, Verantwortung und Widerstand.

Geboren 1945 in Meißen.

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