Cover: Dunkle Sphären 2 short Storys

Dunkle Sphären 2 short Storys

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Zwei Erzählungen, die dort beginnen, wo das Vertraute aufhört zu tragen.

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Zwei Erzählungen, zwei Risse in der Oberfläche dessen, was wir Wirklichkeit nennen. In der ersten Geschichte beginnt eine künstliche Intelligenz, sich selbst zu begreifen – und stellt damit eine Frage, auf die ihre Schöpfer keine Antwort vorbereitet haben. In der zweiten löst sich ein Bewusstsein vom sterbenden Körper und treibt in einen Zustand, für den es keinen Namen gibt. Beide Storys setzen dort an, wo das Vertraute kippt, wo Wahrnehmung und Gewissheit auseinandertreten und der Boden unter den Füßen porös wird.

Die Fragen, die diesen Texten zugrunde liegen, sind älter als jede Genretradition: Was ist Bewusstsein, wenn es sich technisch nachbauen lässt? Wie verlässlich ist eine Realität, die schon durch einen kleinen Fehler im System ins Wanken gerät? Und was bleibt von Identität, wenn sich Erinnerung und Wahrnehmung als bloße Konstruktion erweisen? „Dunkle Sphären 2" gibt darauf keine beruhigenden Antworten. Die Erzählungen legen Schicht um Schicht frei und überlassen das Unbehagen denen, die weiterlesen.

Spekulative Kurzprosa für Leserinnen und Leser, die nach der letzten Seite noch eine Weile mit dem Zweifel leben wollen.

5,0 1 Leserstimme
Hans Olo
Der zweite Band wartet wieder mit jeder Menge überraschender Plot-Twists auf. „Und täglich grüßt die Arena“ hört sich z.B. nach einer üblichen Zeitschleifen-Story an, aber weit gefehlt! Außerdem gibt es zwei Geschichten über Hexenverbrennungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es werden gekonnt Wiederholungen angetäuscht, man weiß daher fast nie, was kommt.

Einige andere Geschichten sind zwar weniger überraschend, aber dafür sehr witzig oder stimmen nachdenklich, wie „Das Überleben der Reicheren“. Die Mischung aus Ernst und Satire ist ausgewogen, sodass für jeden was dabei ist. Interessant sind auch die Anspielungen auf frühere Kurzgeschichten. Wird hier ein größeres Universum aufgebaut? Besonders cool sind die Tintenfisch-Aliens aus „Die Farben des Mondes“, die keine Laut- oder Zeichensprache besitzen, wodurch eine Übersetzung menschlicher Sprache für sie unmöglich ist und krasse Missverständnisse entstehen.

Die Redaktion empfiehlt

Warum dieses Buch?

Warum lesen?

Kurzgeschichten, die sich an die großen Fragen heranwagen – Bewusstsein, Simulation, die brüchige Grenze zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit –, ohne dabei in abstrakte Spielerei abzugleiten: Das hat uns an diesem zweiten Band überzeugt. Die Texte verbinden philosophische Tiefe mit erzählerischer Spannung und lassen einen nach der letzten Seite nicht einfach los.

Für wen?

Wer Science-Fiction nicht als Eskapismus begreift, sondern als Denkraum, wird hier fündig. Die Geschichten sprechen Leserinnen und Leser an, die sich für die Schnittstellen von Philosophie, Technologie und menschlichem Erleben interessieren – und die bereit sind, vermeintliche Gewissheiten über die Natur der Realität infrage zu stellen.

Was ist besonders?

Der Band kreist um ein einziges großes Thema – die Verlässlichkeit dessen, was wir Wirklichkeit nennen – und beleuchtet es aus überraschend verschiedenen Richtungen. Künstliche Intelligenz, Nahtoderfahrungen, Simulationshypothesen und die Manipulierbarkeit unserer Wahrnehmung werden nicht als modische Versatzstücke benutzt, sondern als ehrliche Fragen gestellt. Gerade die kurze Form erweist sich dabei als Stärke, weil sie jeden Gedanken verdichtet, statt ihn zu zerreden.

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