Cover: Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie Band 26

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Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie Band 26

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Wo Zelle und Metapher sich begegnen, entsteht ein Denken, das weder die Naturwissenschaft noch die Literatur allein hervorbringen kann.

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Dass Naturforschung und Literatur einander seit Jahrhunderten durchdringen, ist keine neue Erkenntnis – und doch wird das Verhältnis von Biologie und Dichtung erstaunlich selten unmittelbar in den Blick genommen. Der vorliegende Band versammelt Beiträge der 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie, die im Juni 2022 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena dem Themenkomplex „Biologie und Literatur" gewidmet war. Die Texte bewegen sich zwischen Wissenschaftsgeschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie und erkunden jene Zonen, in denen biologisches Denken literarische Formen annimmt – und literarische Imagination wiederum die Naturforschung verändert hat.

Wie hat die Evolutionstheorie erzählerische Strukturen geprägt, und was geschieht umgekehrt, wenn Romane und Gedichte naturwissenschaftliche Begriffe aufgreifen, sie verschieben, ihnen neue Bedeutungsschichten einschreiben? Die hier versammelten Aufsätze gehen diesen Fragen interdisziplinär nach und machen dabei die Reichhaltigkeit eines Feldes sichtbar, das sich einfachen Zuordnungen entzieht. Die Vielfalt der Perspektiven – von der Rezeptionsgeschichte einzelner Werke bis zur theoretischen Reflexion über Sprache und Erkenntnis – entspricht dem Gegenstand, der selbst an keiner Fachgrenze haltmacht.

Ein Buch für alle, die sich für die Berührungsflächen zwischen den Wissenschaftskulturen interessieren: für Biologinnen und Biologen, die über die Sprache ihres Faches nachdenken wollen, ebenso wie für Literaturwissenschaftler, denen die Naturgeschichte des Erzählens keine fremde Frage ist.

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