Natascha Winterstetter an 29.09.2025 05:30 PM

Das Henkerlächeln Band II ist
ein Buch mit Text wie ein Beil und jeder Satz trifft die Sollbruchstelle unserer Zeit. Dieses Buch betritt keine Bühne, es reißt den Vorhang nieder. Es lächelt nicht höflich, es entblößt.
Johannes Henker schreibt, als würde er direkt durch den Bildschirm greifen.
Nicht, um zu gefallen, sondern um aufzurütteln. Er schleudert dem Leser die Maske vom Gesicht, nimmt ihm den Filter,
seinen den Algorithmus, die wohltemperierte Pose in der Gegenwart. Hier tanzen keine Hashtags, hier schweigen keine Wahrheiten.
Statt Moralpädagogik, ein Flammenwurf gegen die Simulation und statt Betroffenheitsrhetorik, ein Beil für den Nebel. Kapitel für Kapitel legt er gnadenlos frei, was wir längst ahnen, dass Wahrheit heute stört, weil sie heilt, dass Klarheit nicht spaltet, sondern erinnert und der Preis der Anpassung Selbstaufgabe heißt.
Dies ist keine Lektüre für Konsumenten, es ist ein Weckruf für Mitwisser.
Ein Buch wie ein Ritualbrand.
Nichts bleibt heil, aber alles wird wahr.
Chapeau … Henker
Die Schattenchronistin
Heidelinde Penndorf an 12.11.2025 03:06 PM

Schon allein das Vorwort der Schattenchronistin zu „Das Henkerlächeln – Klarheit im Zeitalter der Auflösung“ berührt mich tief und stimmt sehr nachdenklich, denn es beschreibt ein Buch, das mutig und unerschrocken die gesellschaftlichen Wunden offenlegt, ohne sich der Zustimmung anzubiedern.
Johannes Henker nimmt für mich eine klare Haltung ein, die sich entschieden gegen die weit verbreitete Kultur der Vermeidung und der moralischen Inszenierung richtet.
Der Autor zeigt eindrücklich, wie Anpassung, Selbstzensur und eine digital gesteuerte Empörungsökonomie unsere öffentliche Kommunikation prägen. Sprache wird dabei zunehmend verflacht durch Wohlfühlrhetorik und moralische Signale, während der Diskurs zur Bühne wird, auf der Haltungen performt und Inhalte ignoriert werden. Besonders beeindruckt mich seine These vom betreuten Konsens: Freiheit und Wahrheit verlieren durch selbstregulierte Kontrolle und ständige Selbstbeobachtung ihrer Substanz.
Trotz dieser schonungslosen Diagnose fühle ich Henker nicht als resigniert. Im Gegenteil – er fordert eine Klarheit auf, die in präziser Sprache und stiller Standhaftigkeit wurzelt. Für ihn bedeutet Widerstand vor allem die konsequente Weigerung, sich dem Sog der Beliebigkeit hinzugeben. Gerade weil das Buch keine einfachen Lösungen bietet, entfaltet es sich für mich eine nachhaltige Wirkung.
„Das Henkerlächeln“ Teil II ist für mich eine anspruchsvolle und pointierte Kritik an den Mechanismen unserer heutigen Diskurse. Es rüttelt auf, macht unbequem und fordert dazu heraus, die Realität mit ungeschönter Klarheit und Haltung zu betrachten. Dieses Buch empfehle ich allen jenen, die sich nicht mit oberflächlichen Antworten zufriedengeben, sondern eine tiefgehende Reflexion über Freiheit, Wahrheit und gesellschaftliche Dynamik suchen.
Das Buch regt dazu an, über die Bedeutung von Klarheit und Wahrheit in unserer digital geprägten Kommunikationskultur nachzudenken. Für mich ist es eine Einladung, Widerstand als stille Standhaftigkeit zu verstehen und die eigene Haltung zur Sprache kritisch zu reflektieren. Besonders nachdenklich macht mich Henkers These des „betreuten Konsenses“, die wichtigen Fragen über Freiheit, Demokratie und gesellschaftlichen Diskurs aufwirft – Fragen, die es wert sind, gerade heute immer wieder neu gestellt zu werden. Dieses Buch verdient gelesen zu werden, denn es analysiert mit bemerkenswerter Klarheit, woran unser Land erkennbar leidet.
Heidelinde Penndorf
(November 2025)