Elgersburg - Geschichten zur Geschichte

Elgersburg liegt am Nordrand des Thüringer Waldes und war einer der ersten Kurorte in Thüringen. Die Geschichte unseres schönen Ortes ist untrennbar mit der Geschichte unseres Schlosses verbunden, welches auf einem Porphyrfelsen inmitten des Ortes steht und Namensgeber für den Ort war. Neben dem Braunstein- und Manganerzabbau rund um Elgersburg war die Herstellung von Porzellan ein wichtiges Standbein für den Ort. Zu Beginn stellte man in Elgersburg Geschirr her, bevor man sich später ausschließlich auf Laborporzellan spezialisierte. Doch das Juwel unseres Ortes war und ist das Wasser aus unseren zahlreichen klaren, reinen, kalten Quellen, welche es in Elgersburg und in unseren Wäldern reichlich gibt. Durch das Quellen-Vorkommen in Elgersburg und das sich daraus ergießende Wasser begründet sich die Gründung der ersten Kaltwasserheilanstalt durch die Familie Gräser in Elgersburg. Viele Gäste suchten in Elgersburg alljährlich Erholung, Heilung und Stärkung von Geist und Körper und genossen dabei die ländliche Dorfgemeinde und landschaftlich reizvolle Umgebung mit hohen Tannen, frischem Gebirgswasser und vielen Ausflugszielen und Aussichtspunkten. Mit seiner langen Geschichte, seinen Quellen und Brunnen sowie seinen typischen Sehenswürdigkeiten ist Elgersburg auch heute noch ein beliebter und gern besuchter Ort im Thüringer Wald. Die Autorin geht in diesem Werk vorrangig auf die Geschichte des Ortes ein. Diese Ausarbeitung fügt sich in die bereits bestehenden Werke über Elgersburg ein und ist eine wertvolle Ergänzung, welche vor allem die Zeit bis zu den 1950er Jahren näher betrachtet und Verweise in die heutige Zeit gibt. Aufgrund der mühevollen Recherchen in verschiedenen Archiven Thüringens hat die Autorin viele unterschiedliche Informationen sammeln und zusammentragen können. So werden Informationen über die Ersterwähnung des Ortes sowie zum Schloss ausführlich aufgearbeitet. Die Autorin arbeitet aber auch weitere wichtige Punkte des Dorflebens auf. So berichtet Sie über die Kirche, das Pfarramt, die Schule und die Eisenbahnanbindung Elgersburgs, welche heute durch eine stündliche Abfahrt die Landeshauptstadt Erfurt sowie die Universitätsstadt Ilmenau für Gäste gut erreichbar und somit für viele Touristen zum Eingang des Thüringer Waldes macht. Im weiteren Verlauf des Werkes erfahren Interessierte eine Menge über die Industrie in Elgersburg, den Bergbau sowie die verschiedenen zahlreichen Unterkünfte der Elgersburger Blütezeit. Auch die für Elgersburg noch heute sehr wichtigen und anziehenden Ausflugsgaststätten in unseren Wäldern werden erwähnt. Elgersburg kann auf ein ausgeprägtes Vereinsleben zurückblicken, welches auch heute noch gepflegt wird. Unsere 13 ortsansässigen Vereine bilden das Rückgrat der Gemeinde und gestalten aktiv damals wie heute das Ortsleben und machen damit Elgersburg lebens- und liebenswert. Einige bekannte Persönlichkeiten kamen aus Elgersburg bzw. besuchten unseren Ort mehrfach. So berichtet das Nachschlagewerk über Johann Wolfgang von Goethe, dass dieser seinen letzten Geburtstag in Elgersburg feierte. Im Jahre 1776 schrieb der 28-jährige Goethe auf damaligen Felsen Derer von Witzleben, dem heutigen Totenstein, für seine Freundin Frau von Stein folgenden Vers: „Ach wie bist du mir wie bin ich dir geblieben! Nein an der Wahrheit verzweifle ich nicht mehr. Ach wenn du mir nah bist fühl ich, ich soll dich nicht lieben, ach, wenn du mir fern bist, fühl ich, ich lieb dich so sehr.“
Der in Elgersburg geborene Christian Heinrich Rink, welcher ein bekannter Komponist für Orgelmusik war, findet in diesem Werk ebenso Erwähnung wie der weltberühmte Maler Edvard Munch, welcher sich mehrfach zu Kuren in Elgersburg aufhielt. Der Schöpferin des Buches gilt mein besonderer Dank für die durchgeführte umfangreichen und mühevollen Recherchen. Mit diesem Werk existiert ein weiteres übersichtliches und umfangreich gestaltetes Werk, welches dem Leser eine Übersicht über Elgersburg und seine Geschichte liefert.

€ 17.40

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